Wissensmanagement zur Steigerung von Innovationsfähigkeit und Sicherung dauerhafter Wettbewerbsvorteile

Wissensmanagement – verstanden als strategisches Führungskonzept zur Steigerung von Innovationsfähigkeit und zur Sicherung dauerhafter Wettbewerbsvorteile – wird von vielen Unternehmen in seiner Bedeutung unterschätzt, ja zum Teil überhaupt nicht wahrgenommen.

Die kurzfristige Verfügbarkeit von Wissen und damit verbunden, seine Aufbereitung und Verteilung, nehmen jedoch Schlüsselstellungen im Wettbewerb schon heute und erst recht in den kommenden Jahrzehnten ein. Wollen Ihre Kunden nicht zunehmend möglichst neue, innovative Lösungen, schnellere Reaktionen auf Anfragen, ganz schnell kompetente Antworten statt Vertröstungen auf Morgen?

Dabei ist Wissen keinesfalls in der einmal vorliegenden Form für alle Zeit gültig, vielmehr unterliegt es einer bestimmten Halbwertszeit und somit auch dem Zwang, permanent weiterentwickelt bzw. aktualisiert zu werden.

Der gesamte Prozeß, von der Wissensbeschaffung bis hin zur Wissensnutzung erfordert also im Idealfall ein auf das jeweilige Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Produkte zugeschnittenes Wissensmanagement, das es vermag bei einfachster Handhabung mit maximalstem Wirkungsgrad zu überzeugen und zur aktiven Teilnahme zu motivieren.

Wie bei einem lebendigen Organismus, in dem eine Vielzahl von Einzelzellen den Wert des Ganzen definieren – sie wachsen heran, kommunizieren miteinander und sterben wieder ab – so entscheidet das Zusammenspiel der am Wissensmanagement beteiligten Mitarbeiter, insbesondere ihre Kommunikationsfähigkeit, über Erfolg oder Mißerfolg angewandter Strategien. Außerdem stellt sich nicht erst seit heute die Frage, was z.B. passiert, wenn ein besonders kompetenter Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?

Wissensmanagement braucht außerdem eine geeignete Plattform zum Speichern, Verwalten und Verteilen von Informationen. Wenn z.B. nach einem Seminar zum Austausch von Erfahrungen bergeweise Materialien übrig bleiben, müssen diese aufbereitet und Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Und um die Mitarbeiter zu informieren, dass es überhaupt Ergebnisse gibt, ist ein Aushang, oder „schwarzes Brett“ zwar ein Ansatz, eine Website oder ein Wissenspool im Firmennetzwerk jedoch mit Sicherheit die bessere Lösung. Zumal sich mit moderner Netzwerktechnik zusätzliche, innovative Möglichkeiten des Wissensmanagements erschliessen!

Wenn wir die benötigten Informationen ins Netz der Netze bringen, dann läßt sich ohne weiteres ein Diskussionsforum anhängen, dann denkt man automatisch auch daran, wie Dokumente schnell gefunden und auf dem laufenden gehalten werden können. Zugleich ist jeder Nutzer natürlich ortsunabhängig. Warum soll derartig gebündeltes Wissen nicht dem Außendienst unmittelbar zur Verfügung stehen?- Oder vielleicht in begrenztem Umfang – ausgewählten Kunden? Oder auf der eigenen Webseite dem Rest der Welt?

Der Kosten-Nutzen-Quotient solch einer organisierten Datenaufbereitung ist dennoch nicht sofort errechenbar. Erst, wenn im Unternehmen eine Kultur des Wissensaustauschs in Auseinandersetzung mit neuen Medien, wie PC und Inter- bzw. Intranet, entstanden ist, lassen sich die Vorteile eines unternehmenspezifischen virtuellen Wissenspools ermessen. Selbst die Suche nach geeigneten Mitteln zur Kundenbindung läßt sich dann für manch einen Entscheider abkürzen. Denn was liegt heutzutage näher, als ein Klick mit der Maus?

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